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Gebrandet zum Ausdrucken und Mitnehmen – alle Punkte zum Abhaken, mit Fragen- und Notizfeld.
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i.Vor der Besichtigung: gut vorbereitet

Fordern Sie die wichtigsten Unterlagen schon vorab an: Grundbuchauszug, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, Nachweise zu Modernisierungen und – bei Eigentumswohnungen – Teilungserklärung, Protokolle und Beschluss-Sammlung. Vereinbaren Sie die Besichtigung möglichst bei Tageslicht und trockenem Wetter (Feuchteschäden sind so besser erkennbar) und planen Sie eine zweite Begehung ein, bevor Sie ein Angebot abgeben.

ii.Außen: Dach, Fassade, Keller, Grundstück

  • Dach & Dachstuhl: Eindeckung, Alter, Feuchtigkeitsspuren, Dämmung, Schornstein.
  • Fassade: Risse, Putzschäden, abblätternde Farbe, Feuchteränder, Wärmedämmung.
  • Keller: muffiger Geruch, Salzausblühungen, Wasserränder, Abdichtung – häufigste Quelle teurer Überraschungen.
  • Grundstück: Entwässerung, Geländegefälle, Bäume nah am Haus, Zuwegung, erkennbare Grenzen.

iii.Innen: Wände, Fenster, Böden, Bäder

  • Wände/Decken: Risse, Feuchteflecken, Schimmel – auch hinter Möbeln und in Raumecken prüfen.
  • Fenster: Alter, Verglasung (Doppel-/Dreifach), Dichtigkeit, Kondenswasser zwischen den Scheiben.
  • Böden: Zustand, Knarzen, Gefälle, Aufbau.
  • Bäder/Küche: Alter der Installation, Fugen, Abdichtung, Lüftung (Fenster oder Abluft?).

iv.Haustechnik & Heizung (GEG beachten)

  • Heizung: Art, Baujahr, letzte Wartung. Wichtig: Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) besteht nicht für jede alte Heizung sofort eine Austauschpflicht – prüfen Sie, ob und wann eine Pflicht greift, bevor Sie mit Austauschkosten kalkulieren.
  • Elektrik: Zustand des Sicherungskastens, FI-Schutzschalter, Anzahl der Steckdosen, sichtbar alte Leitungen.
  • Wasser/Abwasser: Leitungsmaterial und Alter, Wasserdruck, Abflüsse.
  • Dämmung & Lüftung: Dach-, Keller- und Fassadendämmung, Lüftungskonzept.

v.Energie & Folgekosten

Lassen Sie sich den Energieausweis zeigen: Endenergiekennwert und Effizienzklasse sind ein guter Indikator für die laufenden Heizkosten und einen möglichen Sanierungsbedarf. Ein hoher Verbrauch bei alter Heiztechnik bedeutet absehbar Investitionen – das gehört in Ihre Kalkulation.

vi.Unterlagen & Rechtliches – inkl. Baulastenverzeichnis

Prüfen Sie das Grundbuch (Lasten, Wege- und Leitungsrechte, Wohnrechte). Wichtig und oft übersehen: das Baulastenverzeichnis wird getrennt vom Grundbuch bei der Baurechtsbehörde geführt – Baulasten (z. B. Abstands- oder Zufahrtsbaulasten) können die Nutzung erheblich einschränken. Bei Eigentumswohnungen zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle, Beschluss-Sammlung und die Höhe der Instandhaltungsrücklage.

vii.Glasfaser, Internet & Mobilfunk

Für viele Käufer heute wichtiger als einzelne Ausstattungsdetails: Prüfen Sie die verfügbare Internet-Anbindung (Glasfaser, Kabel, DSL-Bandbreite) und den Mobilfunkempfang. Ein fehlender schneller Anschluss lässt sich nicht immer kurzfristig nachrüsten.

viii.Diese Fragen sollten Sie stellen

  • Warum wird verkauft, und wie lange steht das Objekt schon am Markt?
  • Welche Modernisierungen wurden wann durchgeführt (mit Belegen)?
  • Gab oder gibt es Feuchte-, Schimmel- oder Schädlingsprobleme?
  • Wie hoch sind die laufenden Kosten (Heizung, Strom, Grundsteuer, bei ETW Hausgeld)?
  • Stehen größere Reparaturen oder (bei ETW) Sonderumlagen an?

ix.Rote Warnsignale – und wann der Profi hilft

Vorsicht bei frisch übergestrichenen Flecken, muffigem Geruch, auffällig niedrigem Preis, fehlenden oder unvollständigen Unterlagen und Druck zur schnellen Unterschrift. Im Zweifel lohnt eine unabhängige Kaufberatung: Ich prüfe Preis, Bauzustand und Unterlagen vor Ihrer Entscheidung. Mehr dazu – samt Budget-, Nebenkosten- und Tilgungsrechner – auf kaufberatunghaus.de.

Diese Checkliste ersetzt keine fachliche Prüfung vor Ort. Bei größeren Investitionen lohnt eine unabhängige Kaufberatung. Für diesen Beitrag übernehmen wir keine Haftung und keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.